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Intensive landwirtschaftliche Nutzungen wirken vielfach negativ auf Agrarvogelarten

Landwirtschaftliche Nutzungen, die durch ihre wirtschaftlich orientierten Maßnahmen unmittelbar Einfluss auf die Art und Zusammensetzung der Vegetationsstrukturen nehmen, haben außerordentlich große Auswirkungen auf die Vielfalt der Avifauna sowie die Häufigkeit und Verbreitung der einzelner Vogelarten in der Agrarlandschaft. Die früher wesentlich weniger intensiven Nutzungen waren u. a. durch einen großen Flächenanteil zeitweilig nicht genutzter Agrarflächen, den Brachen zur Regeneration der Bodenfruchtbarkeit, gekennzeichnet. Sie boten daher für Vogelarten oftmals wesentlich günstigere Lebensraumbedingungen. Außerdem waren die Kulturpflanzenbestände u. a. infolge geringerer Düngermengen, dem Fehlen von chemischen Kulturpflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie noch nicht so effizienten Bewirtschaftungstechnologien floristisch und faunistisch über das gesamte Jahr hin betrachtet viel artenreicher. Daher besteht heute für viele Vogelarten der Agrarlandschaft in den meisten Gebieten akuter Nahrungsmangel. Zudem sind die Vegetationsstrukturen der Intensivkulturen überwiegend viel zu dicht, um z. B. im Flug aus der Luft oder durch Fortbewegung am Boden entsprechende Nahrungsquellen erschließen zu können. Häufig ist aber auch der Flächenanteil naturnaher Kleinstrukturen zu gering, um die für viele Vogelarten erforderlichen Habitatansprüche zu erfüllen. Heute sind daher eine Reihe der früher verbreiteten Agrarvogelarten wie das Rebhuhn, der Steinschmätzer und die Haubenlerche so selten, dass es schon einiges Glück bedeutet, diese Arten in der Brutzeit antreffen zu können.

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Informationen zum Verein

Anschrift
Ornithologie und Vogelschutz Märkische Schweiz e.V.
Am Mühlenfließ
15377 Waldsieversdorf

Vorsitzender
Dr. agr. Dr. rer. nat. Jörg Hoffmann

Webseite
www.vogelschutz-maerkische-schweiz.de