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Die Beobachtung in der Natur ermöglicht beinahe unbegrenzt viele Erlebnisse, die weit über das Erfassen und Zählen von Arten hinaus gehen. Bemerkenswerte und mitunter außergewöhnliche Verhaltensweisen bei Vögeln gehören ebenso dazu wie das Erleben von Schmetterlingen, Libellen, Blütenpflanzen, Pilzen und Weiterem. Mit 'Faszination Natur' sollen diese Erlebnisse, den Blick auf die Vielfalt der Natur gerichtet, durch interessante Detailbeobachtungen mitgeteilt werden.

Jörg Hoffmann

Die Familie der Schlupfwespen, auch als Tallienwespen bezeichnet, tritt in Europa mit über 3.200 Arten auf. Deren relativ wenig erforschte Artenvielfalt ist in Europa somit etwa fünfmal größer als die der Vogelarten. Weltweit zählen über 30.000 Arten zu den Tallienwespen. Besonders auffällig unter diesen sind Weibchen der Holzschlupfwespen, die einen Legebohrer (auch als Legestachel bezeichnet) besitzen, was den Anschein eines überdimensionierten Stachels am Hinterleib erweckt, jedoch ohne die Funktion eines Giftstachels zur Abwehr von Feinden.

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In Mitteleuropa besiedelt der Rothalstaucher während der Brutzeit meist sehr flache, kleine Gewässer in der Feldmark mit Verlandungszonen. Die Brutzeit liegt überwiegend in der Zeit von April bis Juli. Bei milder Witterung erscheinen erste Tiere ab Ende Februar sowie Anfang bis Mitte März auf den Reviergewässern. An der Aufzucht der Jungen sich beide Elterntiere beteiligt. Meist werden zwei bis drei Jungvögel geführt, nicht selten nur ein Tier, mitunter auch vier.

Bisher wurden albinotische Rothalstaucher selten in der Literatur erwähnt und demnach vermutlich nicht oft festgestellt. Helmut Drechsler berichtet z.B. 1950 über den „bisher ersten beobachteten Rothalstaucher-Albino“ als einen von vier frisch geschlüpften Jungvögeln im Kranichgebiet des Weißen Lug und der Schwarzen Lache bei Niesky in Sachsen. Von A. Walkmeister wurde ein teilalbinotischer adulter Rothalstaucher beschrieben, in 860 m ü. M. in erschöpftem Zustand in Fideris (Schweiz) am Boden aufgefunden. Das Tier wurde fotografisch dokumentiert und der Vogelwarte Sempach übergeben, dort gepflegt, beringt und später auf dem See in Freiheit gesetzt.

Am 12.6.2002 gelangten die hier aufgeführten Filmaufnahmen eines juvenilen Albino-Rothalstauchers durch Gert Berger und Jörg Hoffmann in der Uckermark (Brandenburg) bei Zichow. Das Tier ist nahezu komplett weiß. Es schwimmt zusammen mit den Eltern und einem normal gefärbten Geschwister auf einem flachen Kleingewässer, das sich in der Agrarlandschaft, von Ackerflächen umgeben, befindet.

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Das Nahrungsspektrum und Beuteverhalten des Seeadlers ist breit gefächert. Zu Nahrungstieren zählen Fische bis mehrere Kilogramm Gewicht, kleine und mittelgroße Säuger sowie Vögel. In der Brutzeit werden überwiegend Wasservögel, vor allem Blessrallen und Enten, geschlagen. Der Tagesbedarf eines erwachsenen Seeadlers liegt bei ca. 500 Gramm Fleisch (Bauer et al. 2005).

Vermutlich seltene Aufnahmen von H. Pfeffer über das Jagdverhalten des Seeadlers gelangen mit Hilfe von Fototechnik an einem Kleingewässer in der Feldmark bei Müncheberg, Bundesland Brandenburg, Deutschland, am 19. Juni. Mit einer dort installierten Kamera, die mit Bewegungssensoren zur automatischen Bildauslösung ausgestattet war, wurde zunächst ein Weißstorch bei der Nahrunsgsuche im Flachwasser dokumentiert. Es wurde dann festgehalten, wie ein Seeadler den im seichten Wasser stehenden Weißstorch schlägt, mit seiner schweren Last etwa 3 m zum nahen Gewässerrand fliegt, um dort mit der Vorbereitung seiner Nahrungsaufnahme zu beginnen (Bildfolge 1-7).

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Informationen zum Verein

Anschrift
Ornithologie und Vogelschutz Märkische Schweiz e.V.
Am Mühlenfließ
15377 Waldsieversdorf

Vorsitzender
Dr. agr. Dr. rer. nat. Jörg Hoffmann

Webseite
www.vogelschutz-maerkische-schweiz.de